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Monatsbericht der Wetterstation Mühlanger für Januar 2026

Zwischen Flämingrand und Dübener Heide

Der Januar des Jahres 2026 zwischen Flämingrand und Dübener Heide…

… war der erste Januar seit 2010, der den Titel „Wintermonat“ mit einiger Berechtigung für sich reklamieren kann, wenn er auch von einem Rekord-Monat noch einige Parameter weit entfernt ist. Nachdem die ersten drei Tage des Monats mit leichtem Temperaturüberschuss begonnen hatten, waren vom 5. Januar bis zum 12. Tages-und Nachttemperaturen fast durchweg im negativen Bereich zu finden. Die tiefste Monatstemperatur gab es am 12. Januar, zwischen minus 10 Grad in Annaburg bis minus 14 Grad wurden in Pretzsch und Jessen gemessen. Deutlich kälter war es in der Elbaue mit minus 19,9 bzw. minus 20,0 Grad in Pratau bzw. Mühlanger. In Teuchel wurden am gleichen Tage (nur) minus 13,4 °C registriert, da hat wohl die Stadtlage ein bisschen gewärmt. Die erste Dekade des Monats ist fast 2 Grad kälter als im langjährigen Mittel bei (nur) 14 Stunden Sonnenscheindauer.

Bis zum 19. Januar hält die milde Periode an, nachts (nur) leichter Frost, tags Vorfrühling. Am 16. Januar gab es mit 8 bis 11 Grad Plus von West nach Ost  den wärmsten Tag des Monats. Die Sonne bringt für Wittenberg in der 2. Dekade 39 Stunden, das waren über 80 Prozent des Monatsmittels.

In den letzten 11 Tagen des Monats gab es 11 Frosttage und 7 Eistage bei leichtem bis mittlerem Frost in der Nacht. Keine spektakulären Minima wie am 12. des Monats, am 23. wird es richtig frisch mit minus 8 Grad in der Elbaue. Aber Kleinvieh macht auch Mist; dieser Zeitraum bringt ein Temperaturdefizit von fast 3 Grad zum langjährigen Mittel.

Ganz großes Thema des Monats: Schnee, Schneeverwehungen, Glatteisregen, Glatteis. Wenn auch der Januar 2026  knapp 36 Liter auf den Quadratmeter im Mittel des Landkreises brachte, die 95 Prozent der langjährigen Monatssummen entsprachen, waren die gefallenen oder gemessenen Mengen (mal wieder) sehr unterschiedlich. Das lag in diesem Fall nicht nur an den üblichen, auch orographisch bedingten Bedingungen, mehr oder weniger starke Winde haben zu Verwehungen geführt, die besonders den Schnee nicht oder gerade im Regenmesser landen ließen.

Zu den markantesten Fällen gehörte Pratau, dort sind im Monat nur knapp 7 mm registriert worden, während Eutzsch, Seegrehna und Heinrichswalde zwischen 43, 40 und 31 Liter aufschreiben konnten. Das andere Extrem war Abtsdorf, wo am 25. und 29. Januar jeweils 20 Liter in den Regenmesser geweht wurden. Gleichwohl lagen die (ohne die Ausreißer) gefallenen Niederschlagsmengen im Landkreis zwischen 25 Litern in Holzdorf und 45 Litern in Jüdenberg. Die höchsten Monatssummen wurden überwiegend am 9. Januar gemessen, fast 11 Liter/m² sind zusammengekommen, die für Schneehöhen von 13 bis 20 cm sorgten. Das weiße Zeug hielt sich bis an den 15. Januar, Schnee-flecken gab es vereinzelt bis zum 17. in der Heide. Sehr detailliert Angaben gibt es von Ateritz und Jüdenberg. Jeweils 17 Tage mit einer Schneedecke über einem Zentimeter sind von den dortigen Beobachtern ermittelt worden, um die 21 cm sind um den 10. Januar gemessen worden. Ab dem 17. Januar wieder eine geschlossene Schneedecke, die den Landkreis überzieht, wenn auch nicht in der Größenordnung wie zum Monatsbeginn. Um die 5 cm liegen im „Flachland“, um die 8 cm in der Dübener Heide. Die Dekadensumme belief sich auf knapp 13 l/m². Dafür hielt sich die Sonne sehr zurück, nur rund 1,5 Stunden am Tage zwischen dem 21. und 31. Januar.

Das Fazit: Mit einer Monatsmitteltemperatur von rund minus 2 °C in der Elbaue und minus 1,5 °C von Wittenberg bis Jessen war der Januar 2026 zwischen 0,8 und 1,3 Grad kälter als im Mittel der Jahre 1961 – 1990. Der Monat kam auf 25 bis 27 Frosttage, 11 bis 15 Eistage wurden ermittelt. An 17 bis 19 Tagen lag eine Schneedecke von mindestens 1 Zentimeter Höhe, 14 bis 18 cm waren es am 1. Januar.

Die mittlere Niederschlagsmenge betrug knapp 36 Liter, das sind 95 Prozent vom Mittel der Jahre 1961 – 1990 bzw. 76 Prozent vom Zeitraum 1991 bis 2020. Die Sonnenscheindauer betrug knapp 69 Stunden, das entspricht 140 Prozent (!) der Sonnenscheindauer der Jahre 1961 – 1990.

Bei der Kältesumme kam der Monat auf 73 Grad, weit entfernt von der Kältesumme des Januar 2010, wo 29 Frost – und 24 Eistage 164 Grad brachten. Die bisherige Kältesumme von 116 Grad bis dato reicht bisher für einen „mäßig warmen“ Winter (Kältesumme von 101 bis 200 Grad).

Achim KuhnWetterstation Mühlanger

Monatsbericht der Wetterstation Mühlanger für Februar 2026

Zwischen Flämingrand und Dübener Heide

Der Februar soll kommen wie ein Wolf und gehen wie ein Lamm…

Hat er gemacht. In diesem Jahr. Von den 7 Eistagen für den gesamten Monat sind deren 5 zum Monatsbeginn aufgetreten. Sehr einheitlich gab es mit minus 8 Grad im Landkreis bis minus 11 Grad in Pretzsch am 2. des Monats die kälteste Nacht, am Erdboden wurden minus 9 Grad gemessen. Die erste Dekade brachte weniger als minus 2 Grad beim langjährigen Mittel. Die 5 Zentimeter Schnee, welche seit Monatsbeginn lagen, sind bis zum 8. bzw. 9. Februar abgetaut.

Vom 6. bis 13. Februar lagen die täglichen Höchsttemperaturen im positiven Bereich. Am 14. kommt ein bisschen Winterkälte zurück, leichte bis mäßige Nachtfröste sind in der zweiten Dekade in sieben Nächten aufgetreten, bis minus 8 Grad ging die Temperatur in der Elbaue zum Ende der zweiten Dekade. Nach dem 20. Februar blieb es frostfrei. Leichte bis mäßige Niederschläge als Schnee bzw. Regen mit Schneeschauer brachten vom 15. bis 18. Februar feste Niederschläge, die 3 cm Schnee im Wittenberger Raum brachten,  5 Zentimeter Schnee wurden in Ateritz und Jüdenberg notiert.

Die letzten acht Tage des Monats sind von deutlicher Erwärmung geprägt. Das Temperaturmittel in diesem Zeitraum lag stolze 7 Grad über dem langjährigen Mittel der Jahre 1961 – 1990, Nachtfröste blieben im Raum Wittenberg aus, am Erdboden gab es in drei Nächten leichten Frost.

Kurz vor dem Ende des  Monats frühlingshafte Temperaturen am Tage, 19 bis 21 Grad zeigten Thermometer oder Elektronik von West nach Ost im Landkreis. Der folgende Tag brachte immer noch mehr als 18 Grad nach Celsius. Vom 21. bis 23. sind ergiebige Niederschläge im Landkreis gefallen. Einheitlich sind am 22. Februar an die 18 Liter auf den Quadratmeter in den Regenmessern gelandet.

Nach Straach (53 mm) sind Zahna-Nord (49 mm) Abtsdorf (47 mm), Coswig (48 mm) Ateritz (49 mm) und Schmiedeberg (53 mm) die Stationen mit reichlich Wasser von oben gewesen, deutlich weniger hat der Osten des Landkreises abgefasst: Holzdorf (26 mm), Annaburg (28 mm), Jessen (31 mm), Gräfenhainichen (32 mm).

Das Fazit für den Monat: Bei einer Monatsmitteltemperatur von 1,7 Grad C war der Februar rund 1,5 Grad wärmer als im Zeitraum 1961-1990, für den Zeitraum 1991 – 2020 beträgt die Abweichung minus 0,2 Grad. Die Standardabweichung für den Februar beträgt für beide Perioden 2,8 Grad. Also im Limit.

Mit 7 Eistagen und 16 Frosttagen für den Landkreis ist der Februar leicht unter dem langjährigen Mittel geblieben, es fehlen 2 bzw. 4 Tage für die Statistik. Mit 71 Stunden bei der Sonnenscheindauer lag der Monat exakt am langjährigen Mittel.

Relativ erfreulich die Niederschlagsbilanz: Mit 41 Litern/m² sind im Flächenmittel des Landkreises 124 Prozent vom Mittel der Periode 1961 – 1990 gefallen. Bis auf den äußersten Osten sind auch die Bodenfeuchtewerte unter Gras auf über 100 Prozent gestiegen.

Die Bilanz für den Winter 2025/2026 ist eher flau: Mit einer Kältesumme von Dezember 2025 bis Februar 2026 von 133,6 Grad zählt der letzte Winter nur zu den mäßig warmen Wintern, Dezember und Februar waren halt zu mild. Den letzten richtigen Winter, den gab es 2009/2010 mit einer Kältesumme von 274 Grad und Temperaturminima von minus 18,8 °C am 26. Januar 2010.

Achim KuhnWetterstation Mühlanger

Monatsbericht der Wetterstation Mühlanger für März 2026

Zwischen Flämingrand und Dübener Heide

Der März 2026 zwischen Flämingrand und Dübener Heide

Sieben Hochdruckgebiete haben im ersten Frühlingsmonat einen erheblichen Überschuss bei der Sonnenscheindauer gebracht. Für Sachsen-Anhalt wurden 202 Stunden ermittelt, ein Plus von fast 93 Stunden oder 85 Prozent, in Wittenberg fiel das Plus nicht ganz so üppig aus. (Nur) 198 Stunden oder 171 Prozent sind registriert worden, bleibt immer noch der 3. Platz nach 2022 mit 231 Stunden oder 209 Stunden im März 2025.

Dass bei so viel Hoch-Druck Defizite beim Niederschlag zu erwarten sind, dürfte Allgemeinwissen sein. Mit gut 20 Litern/m², das sind 52 Prozent des langjährigen Mittels der Jahre 1961 – 1990 ging Sachsen-Anhalt aus dem Rennen; für den Landkreis sind stolze 24 Liter/m² gemessen worden, das entspricht 62 Prozent für den März des o.g. Zeitraumes.

Nachdem die erste Dekade de facto trocken geblieben ist, kamen vom 11. März bis zum Ende der 2. Dekade knapp 8 Liter/m² bei den 21 Wasser – und Wetterbeobachtern zusammen. Vom 25. März bis zum Monatsende sind an 5 Tagen mit messbarem Niederschlag knapp 17 Liter/m² gefallen, die größten Tagesmengen lagen bei knapp 7 Litern und wurden am 30. bzw. 31. März aus den Regenmessern geholt. Die höchsten Monatssummen mit 27 und mehr Litern/m² wurden in Jüdenberg, Pretzsch, Ateritz, Mühlanger, Eutzsch, Pratau und Wittenberg gemessen. Zur Mitte und am Ende des Monats wurden in Zallmsdorf, Apollensdorf,  Ateritz, Bad Schmiedeberg  und Jüdenberg auch Graupeln in den Regenschauern beobachtet, ansonsten waren andere feste Bestandteile im Niederschlag kein Thema mehr. In den 12 Tagen mit Niederschlag, vier weniger als im o.g. Zeitraum, sind, zur Wiederholung: 62 Prozent der langjährigen Monatsmenge für den März gefallen. Die Standardabweichung beim Niederschlag beträgt mit fast 20 Litern /m² fast 48 Prozent.

Die Monatsmitteltemperatur erreichte im Landkreis 6,4 °C, die Abweichung beträgt 2,7 Grad vom Mittel der Jahre 1961 – 1990. Die Standardabweichung für den März beträgt 2,4 Grad, der Überschuss darf als sehr moderat gewertet werden. Deutlich zu warm waren die ersten 20 Tage des März, jede Dekade lag rund 3,5 Grad über den langjährigen Temperaturen. Am 7. März wurde mit 17 bis fast 19 Grad die höchste Tagestemperatur gemessen. Nach Beginn des letzten Monatsdrittels setzte langsam Abkühlung ein, ab dem 26. lagen die Tagesmittel 2 bis 4 Grad unter den Erwartungen, bis am 27. und 28. März mit minus 4 bis minus 6 Grad (von West nach Ost) die tiefsten Temperaturen des Monats gemessen wurden, 5 Zentimeter über dem Erdboden minus 7 Grad in Wittenberg.

Eistage gab es keine mehr, aber eine Anzahl von 22 Tagen mit Bodenfrost, bei den Frosttagen kommt die Elbaue und Jessen auf 15 bis 18 Tage, das waren 2 bis 5 Tage mehr als im Zeitraum 1961 – 1990.

Die Abweichung der Monatsmitteltemperatur für Sachsen-Anhalt beträgt 3 Grad, also 6,7 °C statt der langjährigen 3,7 °C, es war der zweitwärmste März seit 2021 nach 2024 mit 7,6 °C. Interessant, dass der wärmste März seit 1881 bereits im Jahre 1938 auftrat:  7,7 °C im Monatsmittel. In Sachsen-Anhalt. Auch damals blieb Wittenberg drunter: 7,4 °C. Und 21 Liter/m².

Achim KuhnWetterstation Mühlanger

Monatsbericht der Wetterstation Mühlanger für April 2026

Zwischen Flämingrand und Dübener Heide

Der April des Jahres 2026 im Landkreis Wittenberg

In der ersten Tageshälfte des 19. Mai 2026 hatte es im Bereich einer Okklusion des Tiefs WALTRAUD Schauer und einzelne Gewitter gegeben, die im Westen der Republik im Odenthal 5,6 mm brachten, in Kleve im Regierungsbezirk Düsseldorf 5,8 mm.

Deutlich höher fiel die Niederschlagsmenge in Ostdeutschland aus. Dort kam die Okklusion des Tiefdrucksystems WALTRAUD, dessen Zentren über Norddeutschland und der Balkanhalbinsel lagen, zum Stehen bzw. wurde in der Nacht durch Annäherung des Höhentiefs rückläufig. Dadurch kamen in Brandenburg sowie in Mecklenburg- Vorpommern mehr als 30 mm zusammen, in Teilen der Prignitz sowie der Mecklenburgischen Seenplatte waren es deutlich mehr als 50 mm. Röbel an der Müritz meldete 83,4 mm, Wittstock 82,0 mm und Krümmel  75,8 mm. (Berliner Wetterkarte 20.4.2026)

 Für den Landkreis Wittenberg waren die Mengen nicht so ergiebig, 26 mm gab es im Durchschnitt für den Landkreis bei 21 Meldungen. Die höchsten Tagessummen wurden von den Beobachtern nördlich der Elbe gemeldet (Karte 2), im Mittel kamen 38 Liter auf den Quadratmeter zusammen.

Das Großereignis hatte Befürchtungen gemildert, es könnte eine Fortsetzung der relativ trockenen April – und Maimonate von 2015 bis 2020 werden, wenn auch nach dem 20. des Monats kein Tropfen mehr gefallen ist.

Ein Blick in die Datensammlung von Wittenberg ergibt für den April, dass Tageshöchstmengen von 25 mm und mehr in jeweils 30 Jahren ein bis dreimal zu beobachten waren:

1940      27,6 mm     27.4.

1950      26,6 mm     15.4.

1980     36,9 mm        2.4.

1994     40,5 mm      19.4.

2002     34,8 mm      23.4.

2013     32,0 mm      25.4.

2026     26,3 mm      19.4.

Gleichwohl, für den Landkreis ergibt sich eine mittlere Niederschlagssumme von 36,7 Litern/m², das entspricht 88 Prozent der langjährigen Menge für den Zeitraum 1961 -1990, für 1991 – 2020 sind es 125 Prozent bei  8 Tagen mit messbarem Niederschlag, 15 solcher Tage entsprächen dem Mittel.

Die Monatsmitteltemperatur des April 2026 war mit 8,7 °C deutlich moderater ausgefallen als in den vorhergehenden zwei Jahren. Die Abweichung zum langjährigen Mittel 1961-1990 betrug (nur) 0,8 Grad; in den Vorjahren kam Wittenberg auf ein Plus von 3,4 bzw. 3,8 Grad. Das bisher höchste Monatsmittel von 13,6 °C gab es im April 2018, eine Abweichung von 5,7 Grad.

Der wärmste Tag mit Maxima um 21 Grad von Wittenberg bis Annaburg wurde am 18. April registriert, die kühlste Nacht vom 8. bis 11. des Monats brachte leichten Frost zwischen minus 2°C bis fast minus 4 °C in Jessen. 7 bis 11 Tage mit Bodenfrost sind zu verzeichnen, 6 Frostnächte in Wittenberg, in Elbnähe kamen 9 bis 10 Tage zusammen.  Während die erste Dekade dem langjährigen Durchschnitt entsprach, war das Monatsmittel fast 2 Grad zu warm, Abkühlung ab dem 19. April brachte „Normalität“ zurück, das letzte Drittel war 0,2 Grad milder als im Mittel.

Außergewöhnlich hoch die Sonnenscheindauer: Fast 250 Stunden und damit 158 Prozent der langjährigen Summe für April; Wittenberg hatte fast die gleiche Summe wie Sachsen-Anhalt zu verzeichnen, Platz 6 auf der Zeitreihe seit 1951.

Achim KuhnWetterstation Mühlanger

Monatsbericht der Wetterstation Mühlanger für Mai 2026

Zwischen Flämingrand und Dübener Heide

Mit einer Monatsmitteltemperatur von 14,6 °C war der letzte Frühlingsmonat im Durchschnitt des Landkreises 1,5 Grad wärmer als im langjährigen Mittel der Jahre 1961 – 1990, für die folgenden Periode 1991-2020 betrug der Überschuss 0,3 Grad. Die Standardabweichung der Temperatur beträgt im ersten Zeitraum 1,4 Grad, im folgenden Zeitraum 1,7 Grad.

Der Monat brachte 7 bis 11 Sommertage und im Osten des Kreises 1 bis 4 Heiße Tage. Frosttage sind (trotz Eisheiligen) nicht beobachtet worden, in Teuchel wurden am 15. Mai 2 Bodenfrosttage registriert. Auf dieses Datum fielen auch die niedrigsten Temperaturen in 2 Meter über dem Erdboden (Standardhöhe der Lufttemperaturmessung). Wiederum im Osten (Jessen, Pretzsch) fielen die Temperaturen auf 0,1 bzw. 0,2 Grad nach Celsius.

Während die erste Dekade deutlich zu warm war; Plus 2,8 Grad zum langjährigen Mittel (61-90), war die Monatsmitte 2,8 Grad kälter. Ab dem 23. ging die Fahrt ab Richtung Sommer, 5 Tage über 25°C waren zu notieren, die restlichen zwei Tage sind gleich zum Monatsauftakt aufgetreten. Heiße Tage mit Maxima größer gleich 30 Grad gab es zwischen dem 23. und 26. Mai. Stolze 32, 33, fast 35 Grad sind zwischen Pretzsch, Annaburg und Jessen aufgeschrieben worden. Die letzten 11 Tage bis zum Monatsende brachten einen hohen Temperaturüberschuss, fast 5 Grad wärmer war dieser Zeitraum. Und der hatte den höchsten Wasserbedarf bei täglichen Verdunstungsraten von mehr als 5 Litern am Tag. Tatsächlich gefallen sind in diesem Zeitraum im Durchschnitt des Landkreises 2 Liter/m².

Sieht man auf die vorhergehenden Zeiträume, ist die Bilanz deutlich erfreulicher. Die erste Dekade erbrachte an 7 Tagen mit messbarem Niederschlag fast 28 Liter/m², die zweite Dekade 23 Liter/m². In summa sind an 13 Tagen 52 Liter/m² im Regenmesser gelandet, das entspricht 103 Prozent des langjährigen Mittels von 1961 – 1990, für 1991-2020 sind es 99 Prozent. Die höchsten Tagessummen sind sehr einheitlich am 5. Mai heruntergekommen, im Schnitt 15,5 Liter/m². Die höchste Tages-summe verzeichnete Schmiedeberg mit 22,4 mm, höchste Monatssumme Jüdenberg mit 65,3 mm.

Gewitter wurden am 20. Mai in Ateritz, am 31. Mai von den Beobachtern in Zahna, Zallmsdorf, Abtsdorf, Gräfenhainichen, Jüdenberg registriert.

Abschließend die Niederschlagsbilanz für den Landkreis bis Ende Mai: Die bis zum 31.5. gefallenen 190 Liter/m² im Mittel der 21 Niederschlagsbeobachter im Landkreis entsprechen 93 Prozent der langjährigen Summen bis Ende Mai der Jahre 1961 – 1990. Eine positive Bilanz.

Achim KuhnWetterstation Mühlanger

Monatsbericht der Wetterstation Mühlanger für Juni 2026

Zwischen Flämingrand und Dübener Heide

Dem bekannten Vokabular der Meteorologen (Sommertage, Heiße Tage) sind zwei neue Begriffe hinzugefügt worden: Sehr Heiße Tage mit einem Maximum der Temperatur >= 35 °C; Extrem Heiße Tage mit einem Maximum der Temperatur >= 40 °C. Und was längst alle wissen: Das bis dato gemessene höchste tägliche Maximum deutschlandweit gab es am 27. Juno mit 41,7 °C  in Coschen/Sachsen. Da nehmen sich die 40,1 °C in Wittenberg-Teuchel fast bescheiden aus…

Auch die ca. 35 m tiefer in der Elbaue gelegenen, das Wetter registrierenden Beobachter kamen auf  40,5 bis 40,7 °C. Das Monatsmittel der Temperatur erreichte 20,6 °C, eine Abweichung von 4,0 Grad.

Da gab es für die Lutherstadt auch einige wärmere Junis… 

2021 mit 20,8 °C, ein Plus von 4,2 Grad bei einem Maximum von 34,8 °C

2019 mit 22,3 °C, ein Plus von 5,7 Grad bei einem Maximum von 38,0 °C

Die erste beiden Dekaden waren bei den Temperaturen um rund 2 Grad wärmer als im Mittel der Jahre 1961 – 1990, (nur) 7 Sommertage und 3 Heiße Tage wurden in diesem Zeitraum gezählt. Das letzte Drittel brachte ordentlich Wärme, bei einem Plus von mehr als 8 Grad wurden 10 Sommer- und 5 Heiße Tage gezählt. Das die Sonne neben der heißen tropischen Luft aus südwestlichen Richtungen einen großen Anteil an der Wärme hatte, liegt auf der Hand. Bei 270 Stunden für Teuchel sind es über 130 Prozent der langjährigen Sonnenscheindauer für einen Juni gewesen.

Die Niederschlagsbilanz für den Juni 2026 ist nicht gerade erfreulich. In Summe sind im Mittel der 21 Messstellen nur 29 Liter auf den Quadratmeter gefallen, das sind 48 Prozent der langjährigen mittleren Summe der Jahre 1961 – 1990, für den Zeitraum 1991-2020 gleich 55 Prozent.

An maximal 12 Tagen fiel messbarer Niederschlag, 14 Tage sind das langjährige Mittel. Ergiebige Mengen von 10 und mehr Litern auf den Quadratmeter sind die große Ausnahme gewesen, um den 21. Juni sind bei nur 9 Beobachtern o.g. Summen festgestellt worden; eine Ausnahme hatten Eutzsch, Seegrehna und Mühlanger „getroffen“, 21 bis 25 Liter/m² wurden für diesen Tag gemeldet.

Die höchste Monatssumme gab es für Mühlanger mit fast 45 Litern (75 Prozent), das Gros der Regenaufschreiber kam auf 29 Liter (47 Prozent). Der dürftigen Niederschlagsmenge von 29 Litern/m² steht eine Verdunstungsrate (potentiell) von fast 133 Litern/m² gegenüber; die reale Verdunstung soll bei 89 Litern/m² gelegen haben, kein Wunder, wenn kein Wasser mehr zum Verdunsten vorhanden ist. An vier Tagen im Monat sind Gewitter beobachtet worden.

Ansonsten gibt es auch einen neuen Negativ-Rekord zu erwähnen. Der bis dato niedrigste Wasserstand der Elbe wurde am 25. August 2018 mit 67 cm bei einer Abflussmenge von 81 m³/s registriert worden. (WSV) Weniger geht immer noch: Am 30. Juno 2026 hatte der Pegel Wittenberg 63 cm bei einer Abflussmenge von 79,7 m³/s gemeldet. Und es geht noch tiefer runter.

Achim KuhnWetterstation Mühlanger

Monatsbericht der Wetterstation Mühlanger für Juli 2026

Zwischen Flämingrand und Dübener Heide

Achim KuhnWetterstation Mühlanger

Monatsbericht der Wetterstation Mühlanger für August 2026

Zwischen Flämingrand und Dübener Heide

Achim KuhnWetterstation Mühlanger

Monatsbericht der Wetterstation Mühlanger für September 2026

Zwischen Flämingrand und Dübener Heide

Achim
Kuhn
Wetterstation Mühlanger

Monatsbericht der Wetterstation Mühlanger für Oktober 2026

Zwischen Flämingrand und Dübener Heide

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Achim KuhnWetterstation Mühlanger

Monatsbericht der Wetterstation Mühlanger für November 2026

Zwischen Flämingrand und Dübener Heide

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Achim KuhnWetterstation Mühlanger

Monatsbericht der Wetterstation Mühlanger für Dezember 2026

Zwischen Flämingrand und Dübener Heide

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Achim KuhnWetterstation Mühlanger