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Monatsbericht der Wetterstation Mühlanger für Januar 2026

Zwischen Flämingrand und Dübener Heide

Der Januar des Jahres 2026 zwischen Flämingrand und Dübener Heide…

… war der erste Januar seit 2010, der den Titel „Wintermonat“ mit einiger Berechtigung für sich reklamieren kann, wenn er auch von einem Rekord-Monat noch einige Parameter weit entfernt ist. Nachdem die ersten drei Tage des Monats mit leichtem Temperaturüberschuss begonnen hatten, waren vom 5. Januar bis zum 12. Tages-und Nachttemperaturen fast durchweg im negativen Bereich zu finden. Die tiefste Monatstemperatur gab es am 12. Januar, zwischen minus 10 Grad in Annaburg bis minus 14 Grad wurden in Pretzsch und Jessen gemessen. Deutlich kälter war es in der Elbaue mit minus 19,9 bzw. minus 20,0 Grad in Pratau bzw. Mühlanger. In Teuchel wurden am gleichen Tage (nur) minus 13,4 °C registriert, da hat wohl die Stadtlage ein bisschen gewärmt. Die erste Dekade des Monats ist fast 2 Grad kälter als im langjährigen Mittel bei (nur) 14 Stunden Sonnenscheindauer.

Bis zum 19. Januar hält die milde Periode an, nachts (nur) leichter Frost, tags Vorfrühling. Am 16. Januar gab es mit 8 bis 11 Grad Plus von West nach Ost  den wärmsten Tag des Monats. Die Sonne bringt für Wittenberg in der 2. Dekade 39 Stunden, das waren über 80 Prozent des Monatsmittels.

In den letzten 11 Tagen des Monats gab es 11 Frosttage und 7 Eistage bei leichtem bis mittlerem Frost in der Nacht. Keine spektakulären Minima wie am 12. des Monats, am 23. wird es richtig frisch mit minus 8 Grad in der Elbaue. Aber Kleinvieh macht auch Mist; dieser Zeitraum bringt ein Temperaturdefizit von fast 3 Grad zum langjährigen Mittel.

Ganz großes Thema des Monats: Schnee, Schneeverwehungen, Glatteisregen, Glatteis. Wenn auch der Januar 2026  knapp 36 Liter auf den Quadratmeter im Mittel des Landkreises brachte, die 95 Prozent der langjährigen Monatssummen entsprachen, waren die gefallenen oder gemessenen Mengen (mal wieder) sehr unterschiedlich. Das lag in diesem Fall nicht nur an den üblichen, auch orographisch bedingten Bedingungen, mehr oder weniger starke Winde haben zu Verwehungen geführt, die besonders den Schnee nicht oder gerade im Regenmesser landen ließen.

Zu den markantesten Fällen gehörte Pratau, dort sind im Monat nur knapp 7 mm registriert worden, während Eutzsch, Seegrehna und Heinrichswalde zwischen 43, 40 und 31 Liter aufschreiben konnten. Das andere Extrem war Abtsdorf, wo am 25. und 29. Januar jeweils 20 Liter in den Regenmesser geweht wurden. Gleichwohl lagen die (ohne die Ausreißer) gefallenen Niederschlagsmengen im Landkreis zwischen 25 Litern in Holzdorf und 45 Litern in Jüdenberg. Die höchsten Monatssummen wurden überwiegend am 9. Januar gemessen, fast 11 Liter/m² sind zusammengekommen, die für Schneehöhen von 13 bis 20 cm sorgten. Das weiße Zeug hielt sich bis an den 15. Januar, Schnee-flecken gab es vereinzelt bis zum 17. in der Heide. Sehr detailliert Angaben gibt es von Ateritz und Jüdenberg. Jeweils 17 Tage mit einer Schneedecke über einem Zentimeter sind von den dortigen Beobachtern ermittelt worden, um die 21 cm sind um den 10. Januar gemessen worden. Ab dem 17. Januar wieder eine geschlossene Schneedecke, die den Landkreis überzieht, wenn auch nicht in der Größenordnung wie zum Monatsbeginn. Um die 5 cm liegen im „Flachland“, um die 8 cm in der Dübener Heide. Die Dekadensumme belief sich auf knapp 13 l/m². Dafür hielt sich die Sonne sehr zurück, nur rund 1,5 Stunden am Tage zwischen dem 21. und 31. Januar.

Das Fazit: Mit einer Monatsmitteltemperatur von rund minus 2 °C in der Elbaue und minus 1,5 °C von Wittenberg bis Jessen war der Januar 2026 zwischen 0,8 und 1,3 Grad kälter als im Mittel der Jahre 1961 – 1990. Der Monat kam auf 25 bis 27 Frosttage, 11 bis 15 Eistage wurden ermittelt. An 17 bis 19 Tagen lag eine Schneedecke von mindestens 1 Zentimeter Höhe, 14 bis 18 cm waren es am 1. Januar.

Die mittlere Niederschlagsmenge betrug knapp 36 Liter, das sind 95 Prozent vom Mittel der Jahre 1961 – 1990 bzw. 76 Prozent vom Zeitraum 1991 bis 2020. Die Sonnenscheindauer betrug knapp 69 Stunden, das entspricht 140 Prozent (!) der Sonnenscheindauer der Jahre 1961 – 1990.

Bei der Kältesumme kam der Monat auf 73 Grad, weit entfernt von der Kältesumme des Januar 2010, wo 29 Frost – und 24 Eistage 164 Grad brachten. Die bisherige Kältesumme von 116 Grad bis dato reicht bisher für einen „mäßig warmen“ Winter (Kältesumme von 101 bis 200 Grad).

Achim KuhnWetterstation Mühlanger

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